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Warum Zahnschienen nicht nur Zähne betreffen

Leiden Sie an Übelkeit, Kopf-, Ohren-, Schulter- oder Nackenschmerzen und wissen nicht wo dieser Schmerz herkommt? Der Grund dafür kann eine Über- oder Fehlbelastung Ihrer Kiefergelenke sein, beispielsweise verursacht durch nächtliches Zähneknirschen oder eine Fehlstellung der Kiefergelenke.

Wie gut, dass die Zahnmedizin mit der Schienentherapie eine Möglichkeit entwickelt hat, der Fehlfunktion des Kauorgans Abhilfe zu schaffen. Es gibt verschiedene Formen von Schienen, die je nach individuellem Behandlungsbedarf des Patienten ausgewählt werden, zum Beispiel:

  1. Knirscherschienen, die dem Abrieb der Zahnsubstanz entgegenwirken
  2. Schienen gegen Muskelschmerzen, Kiefergelenksschmerzen und schmerzhaftes Knacken der Kiefergelenke (Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD)
  3. Schienen zum Schutz und zur Justierung von Zahnersatz
  4. Schnarchschienen
  5. Schienen, die als  Mundsportschutz dienen

Was bewirkt eine Zahnschiene?
Durch eine Zahnschiene werden Zähne und Kiefer in eine Art Ruhestellung gebracht. Der Kiefer wird entspannt sowie entlastet und die Zähne geschützt. Zur Herstellung einer Schiene kann der Zahnarzt beim Patienten eine „normale“ Zahnabformung (Abdruck) vornehmen, welche dem Zahntechniker zur Herstellung einer gewöhnlichen Schutzschiene (eine sogenannte nicht adjustierte Schiene) dient. Diese in der Biss-Situation „unangepassten“ Schienen vermeiden zwar den weiteren Abrieb der Zähne, helfen aber in der Regel nicht dabei, eine Fehlstellung des Gebisses zu heilen. Letzteres ist allerdings Voraussetzung für die langfristige Linderung von Kiefergelenksbeschwerden beziehungsweise für das endgültige Beheben der Symptome.

Eine exakte Kiefergelenksbestimmung macht Sinn!
Dank moderner zahnmedizinischer Technologien besteht die Möglichkeit eine der Kaufläche angepasste (adjustierte) Schiene herzustellen. Sie ist aufwendiger in der Herstellung, hat aber einen hohen Mehrwert für den Patienten. Eine innovative und noch neue Verfahrensmethode ist die dreidimensionale Erfassung der Kiefergelenksbewegung mit dem AVOSAX-System. Die Bewegungsabläufe der Kiefergelenke werden über einen Bewegungssimulator an das zahntechnische Labor übertragen. Diese dreidimensionale Kiefergelenksbestimmung ermöglicht deutlich individuellere Daten als herkömmliche Methoden. Daraus resultieren noch passgenauere Ergebnisse bei der Relation von Ober- zu Unterkiefer. Der Zahntechniker kann somit exakt auf die individuelle Situation abgestimmt, eine adjustierte Zahnschiene herstellen. Neben der Schmerzlinderung wird eine Korrektur der Kieferstellung ermöglicht, was wiederum Langzeitschäden verhindert.

Fotoquelle: drubig-photo (fotolia)

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